Bisher eingereichte Fragen
- Ein Kunde wünscht, dass die Bauteile mit einem SIL-Aufkleber besonders gekennzeichnet werden. Gibt es hierzu Vorschriften bzw. Erfahrungen?
- Welche Norm hat Gültigkeit bei Zentrifugen für Inertisierungs- und Vibrationsüberwachungen, die EN-61511 oder die EN-13849?
- Darf man, wenn man z. B. für Schütze keine Berechnungswerte hat, dafür die Ersatzwerte aus der 13849 Anhang C, S. 58 verwenden?
- SIL-Einstufung: Ist die Anwendung der LOPA anstelle des Risikographen zulässig?
- Passive Bauteile (Pt100, Zenerbarrieren, exi-Trennungen): Muss man passive Bauteile in die Verifikation mit einbeziehen?
- Komplizierte SIFs (z. B. Inertisierung einer Zentrifuge): Wie könnte die Plausibilisierung in einer SI-Steuerung aussehen?
- Wie schaut die Verifikation bei Not-Stopp-Abschaltung aus und welche Norm kann ich anwenden?
- Macht eine SIL-Einstufung bei einer Not-Stopp-Abschaltung überhaupt Sinn?
- Eine Kreiselpumpe mit DGRD soll auf folgende Ereignisse abgesichert werden:
Die Pumpe wird abgeschaltet, wenn
- der FSZ1 anspricht (Trockenlauf Pumpe)
oder
- der LSZ1 anspricht (Überwachung Thermosiphonbehälter)
oder
- der TSZ1 anspricht (Temperaturüberwachung Sperrflüssigkeit)

Wie erfolgt die Verifikation der dargestellten SIF?
a) Zählt man alle drei PFD-Werte zusammen oder
b) rechnet man mit jedem einzelnen Sensor (SIFa, SIFb, SIFc)?
- Ein Näherungsschalter (GSZ1) soll bei Auslösung folgende Aktoren in die Sicherheitseinstellung bringen:
a) SMZ1 – Pumpe stoppt
b) GMZ1 – Antrieb stoppt
c) SVZ1 – Ventil schließt

Wie erfolgt die Verifikation der grafisch dargestellten SIF?
a) Zählt man alle drei PFH-Werte zusammen oder
b) rechnet man mit jedem einzelnen Aktor (SIFa, SIFb, SIFc)?
- Beurteilung einer Architektur zur Überfüllsicherung

Der Anwendungsfall zeigt, wie mit einem SIL2-Auswertegerät, einem SIL2-Sensor und einer SIL2- Pumpe eine Füllstandregelung und parallel eine Überfüllsicherung realisiert werden kann. Im Normalbetrieb wird die Pumpe bei Überschreiten der Schaltschwelle Rel1 mit dem Nicht-SIL-Relais 1 ausgeschaltet (betriebliche Abschaltung). Der Bereich oberhalb der Schaltschwelle Rel3 darf im Normalbetrieb nicht erreicht werden. Die eigentliche Überfüllsicherung wird mit dem SIL-Relais 3 realisiert: wird die Schaltschwelle Rel3 überschritten, schaltet das SIL-Relais 3 die Pumpe ab. Dieser Fall, dass z. B. das Relais 1 ausfällt und es so zum Überschreiten der Schaltschwelle Rel3 kommt, soll bei Betriebsart mit niedriger Anforderungsrate nicht mehr als einmal pro Jahr auftreten.
Anmerkungen:
- Der Regelkreis, der das Rel1 steuert, ist rückwirkungsfrei zum Schutzkreis, der das Rel3 steuert.
- Der Regelkreis sowie der Schutzkreis werden vom selben Sensorstromsignal gespeist.
- Für den Safety Loop Sensor ⇔ Schutzkreis im Auswertegerät ⇔ Aktor stehen jeweils die sicherheitstechnischen Kennzahlen SFF, PFD zur Verfügung.
Fragen:
- Darf grundsätzlich der Regelkreis sowie der Schutzkreis vom selben Sensorstromsignal gespeist werden?
- Wie wird der PFD für den genannten Safety Loop berechnet?
- Was ist BPCS genau?
Wird unterschieden zwischen einerseits z. B.
BPCS-Regelungen und -Steuerungen für den täglichen Betrieb und andererseits BPCS-Schutzeinrichtungen (ähnlich wie SIS)? Zählen Operator-Alarme auch zu BPCS?
- Wie groß ist der maximal erreichbare Risikominderungsfaktor für BPCS?
Kann man z. B. für a + b zusammen 100 ansetzen?
Steht dies eindeutig in der Norm?
Welche Anforderungen (Dokumentation etc.) werden an eine BPCS-Schutzeinrichtung gestellt? Wo ist das beschrieben?
Kann man auf einem SIS-zertifizierten Logic Solver mit BPCS mehr als Risikominderungsfaktor 10 erreichen?
- Was muss ich tun, wenn eine Werksnorm von der IEC61511 abweicht (z. B. mehrere BPCS-Loops in einem Szenario anstatt eines weiteren SIL1-Loop)?
Wie groß ist der gesetzliche Interpretationsspielraum zum 'Gutsprechen' (nachträgliche Risikoanalyse mit der Umsetzung) von Altanlagen?
- Wie sicher ist Software über den Lebenszyklus (Bibliotheken, Änderungen, Testen von Software)?
Darf SIL2-Software auf einer Software-SPS für die offizielle Validation verwendet werden (oder muss die spätere Hardware eingesetzt werden)?
- Welche Folgen hat ein Firmware-Update auf einer SIL3-SPS (muss der SIS-Loop neu getestet werden)?
- Wer ist offiziell und gerichtsfest befähigt SIL-Loops abzunehmen (mind. Nachweise)?
- Müssen Equipments ausgetauscht werden, nachdem das Zertifikat (für eine SIL-Einstufung) abgelaufen ist?
Durch welche Maßnahmen kann der Austausch verzögert/vermieden werden (Betriebsbewährtheit!)?
Wie ist zu verfahren, wenn es sich um betriebsbewährte Geräte handelt.
- Wie geht man mit "Fail-Run"-Systemen um, z. B. einem Kühlsystem, das Pumpen und Kühlwasser benötigt?
- Kann eine SIL3-Motorabschaltung (400 V) mit einem Schütz realisiert werden, insbesondere bei Hochspannungsanwendungen (6 KV und mehr), wo die Spulen zum Ausschalten bestromt werden müssen?
- Welche Qualifikation muss Wartungspersonal aufweisen, um SIL-Loops warten (prüfen, instandsetzen, austauschen) zu können?
- Es soll ein SIL1-Loop verifiziert werden: Welche Unterlagen sind dazu notwendig? Gibt es dazu Mindestanforderungen?
- Wie kann ich als Planer die Qualität eines Zertifikats für ein Gerät gemäß IEC61508 beurteilen (Glaubwürdigkeit, weltweiter Einkauf)?
- Gibt es Regeln für Inhalt und Form für ein Zertifikat gemäß IEC61508? Wenn nein, ist dafür zukünftig etwas geplant?
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